Schwimmen als Wettkampf, als Sport, hat es im Altertum wahrscheinlich nicht gegeben. Trotz der großen Verbreitung des Schwimmens als Volksbrauch kannte man weder Veranstaltungen im Wettschwimmen noch bildeten Schwimmwettkämpfe einen Bestandteil der großen hellenischen oder römischen Feste. Die spätere Geschichte kennt nur ganz vereinzelte Fälle von öffentlichen Schwimmwettkämpfen. Erst die Kanalüberquerung von Kapitän Webb im Jahre 1875 gab den Anstoß dazu, in schwimmerischen Leistungen eine sportliche Tat zu sehen.

Die Gründung des Vereins
 

Die großen Erfolge bei den internationalen Schwimmwettkämpfen wurden in Deutschland begeistert gefeiert. In allen Gauen Deutschlands schritt man zur Gründung von Schwimmvereinen. Auch in Nienburg fanden sich im Jahre 1912 Männer, wie Rudolf Aldag. Richard Dreyer, August Henker. Harry Henkel. Friedrich Krull und Franz Schreiber. die diesem Beispiel mit Begeisterung folgten. Am 14. Juli 1912 veranstaltete der Hannoversche Schwimmverein von 1892 ein großes Werbeschwimmfest in der städtischen Badeanstalt. Bereits am 5. Juli 1912 fand im Hotel "Zum Kanzler" die Gründungsversammlung statt. Vorsitzender wurde Inspektor Krull. Der Verein zählte 27 Mitglieder. Ende des Jahres trat der 1. NSC dem Deutschen Schwimmverband - Gau Bremen - bei.
Inzwischen hatte Maschinensetzer Schreiber die Vereinsleitung übernommen. Im Frühjahr 1913 stellte die Stadtverwaltung in Nienburg dem Verein einen Bauplatz in der städtischen Badeanstalt kostenlos zur Verfügung. Auf diesem Gelände errichteten die Mitglieder vereinseigene Badezellen. Im Laufe des Jahres waren die Kassenverhältnisse derart gut, dass mit der Anschaffung der notwendigen Schwimmgeräte begonnen werden konnte. Im Februar 1914 wurde der Verein Mitglied des Nordwestdeutschen Schwimm-verbandes in Bremen. Am 9./ 10. Mai nahm ein Vertreter des Vereins am Olympiakursus in Bremen teil. Die Erfolge des Vereins waren derart gut, dass auf der Kreistagung des DSV der 1. NSC mit der Durchführung des Kreissschwimmfestes in Nienburg beauftragt wurde. Infolge des Kriegsausbruches konnte die Veranstaltung nicht durchgeführt werden. Statt zu friedlichen Schwimmtesten zogen nun auch Mitglieder des Vereines in den so verhängnisvollen 1. Weltkrieg. Zehn Mitglieder des Vereins opferten ihr Leben.
 
 Nach dem 1. Weltkrieg

Gleich nach Beendigung des Krieges begann er neuer Aufbau. Vereinsvorsitzender blieb Schreiber. Vereinslokal wurde die Gastwirtschaft Henkel in der Jahnstraße. Für die Benutzung der städtischen Badeanstalt durch die Mitglieder des Vereins wurden mit der Stadtverwaltung Pauschalbeträge vereinbart, die jährlich zu zahlen waren. Am 5. Juli 1919 gründete der Verein eine Damen-Abteilung: 30 Damen schlossen sich dieser Abteilung an.
 
Ende des Jahres 1920 errichtete der Verein eine eigene Badeanstalt am linken Weserufer gegenüber der Weserfischerei Dobberschütz. Die Baukosten betrugen 19.331,— Mark. Diese Kosten wurden durchweg durch Anteilscheine und Spenden aufgebracht. Als Umkleidekabinen dienten 2 Eisenbahn-Personen-wagen, die durch einen Mittelbau voneinander getrennt waren, und damit auch Männlein und Weiblein.
 
 Die Badeanstalt selbst bestand aus einer Balkenlage, die mit Holzbohlen abgedeckt war. Das Ganze war auf Tonnen gelagert. Ein verstellbares Nichtschwimmerbecken sowie ein 1 m und ein 3 m Sprungbrett waren vorhanden. Die Schwimmbahn hatte eine Länge von 25 m, sie war durch eine Startbrücke und durch Baumstämme abgegrenzt. Von den 4 Startbahnen waren nur die beiden unterhalb des Ufers strömungsfrei. Mit der Errichtung des vereinseigenen Bades begann ein enormer Aufstieg. Die Mitgliederzahl erhöhte sich ganz erheblich. Dies war vor allen Dingen ein Verdienst des Vorsitzenden Schreiber, der den Verein in vorbildlicher Weise leitete. Insgesamt 366 Mitglieder (109 Herren, 101 Damen und 156 Jugendliche) zählte der Verein 1921. Leider verunglückte im Juli 1921 der 1. Vorsitzende Schreiber bei einem Kopfsprung vom 3 m Brett tödlich. Ein harter Schlag und ein großer Verlust für den Verein. Sein Nachfolger als Vorsitzender wurde Bauführer Richard Dreyer.
 

Vereinslokal ab 1922 war die Gastwirtschaft Meyer in der Weserstraße. Auf Veranlassung des DSV nahmen im Juli 1924 drei Mitglieder am DSV-Kursus im Berliner Stadion teil.

Im vereinseigenen Bad war ein Training nach heutigen Maßstäben überhaupt nicht möglich. Für die Mehrzahl der Vereinsmitglieder war die freie Weser Trainingsstätte.
 

Meist ging man gruppenweise einige Kilometer strom aufwärts, um sich dann zum Training in die Fluten zu stürzen. Bei einer wesentlich stärkeren Strömung als heute war die Badeanstalt bald wieder erreicht. So war denn bei Schwimmveranstaltungen auch das Stromschwimmen eine Wettkampfdisziplin. Um bessere Trainingsmöglichkeiten zu erreichen wurde verschiedentlich versucht, die Schwimmbahn durch den Einbau eines Stromfanges strömungsfrei zu machen. Es blieb vergebliches Bemühen, denn durch den von den bergauf fahrenden Schleppzügen verursachten hohen Wellengang wurde der Stromfang immer wieder fortgerissen, sehr zum Ärger des lnitiators Willy Haake.
 
Die Badeanstalt musste im Frühjahr auf- und im Herbst abgebaut werden. Das war immer eine harte Arbeit, manchmal auch eine Gaudi. Es war gar nicht immer leicht die Tonnen durch das Wasser unter die Balkenlage zu drücken. Mit Händen und Füßen wurde gearbeitet, und wenn die Tonne plötzlich nachgab, wurde häufig mit dem Wasser Bekanntschaft gemacht. Die Schadenfreude war dann meistens groß. Das alles war aber bald vergessen, denn als Belohnung für die Beteiligten gab es abends im Vereinslokal ein Mettessen auf Kosten der Vereinskasse.
 

Mit den Jahren verschärfte sich die Wirtschaftskrise in Deutschland, die auch das Sportleben schwer traf. Die Sportvereine hatten unter dem Druck dieser Krise schwer zu kämpfen. Es blieb nicht aus, dass viele Sportler infolge schlechter wirtschaftlicher Verhältnisse ihren Sport aufgeben mussten, so dass allgemein eine ruhige Zeit auch für den 1. NSC eintrat. Der Besuch von Schwimmfesten konnte nicht mehr durchgeführt werden.
 
Die 30`er Jahre

Der politische Umschwung im Jahre 1933 brachte auch eine Umwälzung auf sportlichem Gebiet. Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen wurde die Organisation, in der alle Sportarten unter einer Führung verwaltet wurden. Auch für den 1. NSC begann ein neuer Aufbau. Bauführer Richard Dreyer legte aus gesundheitlichen Gründen sein Amt als 1. Vorsitzender nieder. Vereinsvorsitzender, jetzt Vereinsführer, wurde Administrator Hans Rübenack. Die Mitgliederzahl, die von 366 auf 168 zurückgegangen war, stieg bis 1936 wieder auf 236. Groß war die Freude im Lager des 1. NSC, als die Stadt Nienburg im Jahre 1937 das Stadtbad an der Mindener Landstraße baute. Die vereinseigene Badeanstalt wurde im Herbst 1937 abgerissen. Im September 1937 trat Hans Rübenack als Vereinsführer zurück. Neuer Vereinsführer wurde Hermann Hildebrand, der aber von der Gausportführung wegen politischer Unzuverlässigkeit nicht bestätigt wurde. An seine Stelle wurde dann Lorenz Meyer neuer Vereinsführer.

Mit der Errichtung des Stadtbades standen den Mitgliedern nunmehr ideale Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung. Durch großzügiges Entgegenkommen der Stadt konnte von montags bis freitags trainiert werden. Die sportlichen Erfolge stellten sich auch bald ein. Als erstes Ergebnis kann hier die Aufstellung einer schlagkräftigen Wasserballmannschaft genannt werden. Die Jahre 1938 und 1939 brachten eine enorme Leistungssteigerung. Das Bemühen um eine weitere Steigerung des Sportbetriebes wurde im September 1939 durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges jäh unterbrochen. In den Kriegsjahren wurden zwar noch An- und Abschwimmen sowie ein lockeres Training durchgeführt, Schwimmveranstaltungen fanden aber nicht mehr statt
 
Nach dem 2. Weltkrieg

Der Sportbetrieb wurde in Nienburg im Jahre 1946 zu neuem Leben erweckt. Die englische Besatzungsmacht ließ für das Stadtgebiet Nienburg nur einen Verein zu. Nach längerem Bemühen schlossen sich zwangsläufig die alten Nienburger Sportvereine unter Spartenleiter Schwimmen Willy Haake von 1946—1950 zum
"Allgemeinen Turn- und Sportverein (ATSV) Nienburg" zusammen. Zum 1 . Vorsitzenden wurde Rechtsanwalt Otto Siemann gewählt. Die einzelnen Sportarten wurden als Sparten mit eigenem Vorstand geführt.

1. Vorsitzender der "Sparte Schwimmen" wurde Willy Haake. Da die englische Besatzungsmacht das Stadtbad für eigene Zwecke beschlagnahmt hatte, wurden die ersten Trainingsstunden unter primitiven Verhältnissen im Hafen durchgeführt. Ende Juni 1946 erreichte Spartenleiter Willy Haake nach langwierigen und schwierigen Verhandlungen mit der englischen Ortskommandantur die Freigabe des Stadtbades zum Training der Sparte. Das Stadtbad stand der Sparte dienstags und freitags ab 18 Uhr kostenlos zur Verfügung. Da das Bad für die übrige Bevölkerung geschlossen blieb, war ein gewaltiger Anstieg des Mitgliederbestandes die Folge.

Inzwischen war es der Spartenleitung gelungen, den alten Sportschwimmer Otto Müller, früher aktiv im ruhmreichen Schwimmverein "Hellas Magdeburg", als Trainer zu gewinnen. Da mit der sportlichen Ausbildung wieder ganz unten begonnen werden musste, gab es für Otto Müller viel Kleinarbeit. Mit unermüdlichem Eifer legte er den Grundstein zu dem heutigen Leistungsstand des Vereins. Aufgrund des intensiven Trainings blieben die ersten Erfolge nicht aus.
 
Die 50´er Jahre

Bald wurden auch Bezirks- und Landesschwimmverband aufmerksam. Als Anerkennung der guten Vereinsarbeit wurde die Sparte im Jahre 1951 mit der Durchführung der Niedersächsischen Jugend-Bestenkämpfe beauftragt. Ab 1950 leitete Hermann Hildebrand als Vorsitzender den Verein. Im Jahr 1953 wurde er von Eugen Rath abgelöst.

Im Jahr 1954 pachtete der Verein im Bereich des Stadtbades ein Gelände von der Stadt Nienburg, auf dem von den Mitgliedern ein Vereinsclubheim , 8 x 4m erstellt wurde, das in erster Linie für die Veranstaltungen von Jugendheimabenden gedacht war.
 
Die Jugendpflege wurde in besonderem Maße durch Albrecht Schröder gefördert. Noch viele Mitglieder erinnern sich gern an die kleinen "Zeltstädte am Hämelsee". So manches Wochenende startete die Schwimmerfamilie auf Fahrrädern an den herrlich gelegenen See.
Neben den vielen Jugendpflegerischen Maßnahmen machte sich in den folgenden Jahren die Breitenarbeit des Trainers Otto Müller bemerkbar. Die erste Niedersächsische Jugendmeisterschaft errang Hildegard Gundlach. Andere Jugendliche des Vereins holten sich Bezirks- und Niedersachsenmeistertitel. Es dauerte auch nicht mehr lange und der Verein konnte von sich sagen, dass er der beste Verein ohne Winterbad in Niedersachsen ist. Ja, man spielte sogar wieder Wasserball.

Die 60`er Jahre

Der erste sportliche Höhepunkt war zweifellos die Durchführung der Norddeutschen Schwimm- und Springmeisterschaften im Jahre 1962 im Nienburger Stadtbad. Seit Oktober 1961 leitete Uhrmachermeister Heinz Schultze die Geschicke des Vereins. Mit ihm konnte die große Schwimmerfamilie das 50. Jubiläum feiern.
 
Ihm zur Seite stand als Schwimmwart und Trainer Jürgen Kramer. Unter seiner Verantwortung erlebte die Stadt ihren ersten Länderkampf. Mutig wagte sich der Vorstand an die Ausrichtung des Kunstschwimm-Länderkampfes Dänemark, Österreich, Niedersachsen. Dunkle Wolken und starker Wind peitschten im Juli 1964 den Regen über die Wettkampfstätte an der Mindener Landstraße. Nur die aufgebauten Tribünen gaben den vielen Zuschauern etwas Schutz. Abgeschlossen wurde der Länderkampf mit einem großen Feuerwerk auf der anderen Weserseite.
 
Im Jahre 1964 übernahm Jürgen Kramer den Vorsitz im Verein. Zu diesem Zeitpunkt schied die langjährige Schriftwartin Hannelore Podstawa - bis dahin die Seele des Vorstandes- aus.

Der Verein hatte Höhen und Tiefen zu überstehen. Sorge bereitete die Beschäftigung der vielen Mitglieder. Durch die guten Leistungen der Aktiven stieg die Mitgliederzahl, und es fehlten die geeigneten Trainingsstätten. In den Wintermonaten stand zwar das Liebenauer Hallenbad für das Training zur Verfügung, dies war jedoch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Im Jahre 1967 fand im Hotel Weserschlösschen der 21. Verbandstag des Schwimmverbandes Niedersachsen statt.
Es war das Jahr 1968 als in der Gemeinde Holtort eine moderne Freibadanlage mit einem Schwimmbecken (8 Bahnen), einer Sprunganlage und einem großen Nichtschwimmerbecken seiner Vollendung entgegen ging. In demselben Jahr konnte das Bad der Öffentlichkeit übergeben werden. Der Verein erhoffte sich dadurch eine Entlastung des Nienburger Stadtbades und einen weiteren Aufschwung des Schwimmsports in Nienburg und Umgebung.
 
Wenn aufgrund der angespannten finanziellen Lage der Stadt an den Bau eines Hallenschwimmbades noch nicht gedacht werden konnte, plante der Vorstand den Neubau eines modernen neuen Clubheims anstelle des bisher vorhandenen alten Heimes. Die Zielvorstellungen des Vereins wurden durch genau durchdachte Baupläne dargelegt. Ehrgeizig war man aber auch an die Verwirklichung des Baus eines vereinseigenen Hallenbades gegangen.
 
Die 70`er Jahre

Im Jahre 1970 wurden die ersten Schritte unternommen. Zum 60jährigen Geburtstag des Vereins im Jahre 1972 lagen die Pläne auf dem Tisch. Um die ermittelten Baukosten in Höhe von 700.000,— DM aufzubringen, startete der Verein eine Hallenbadtombola, um damit auch die Bürger der Stadt an diesem Projekt zu interessieren. Hauptgewinn war ein grüner VW 1300.

Bericht aus der Harke vom 15.09.1971

Neue Initiative soll Hallenbadbau ermöglichen. Nienburger Schwimmclub legt außergewöhnlichen Planungsentwurf vor! Kostenpunkt: 700.000 DM

Die bislang ungelöste (Finanz-)Frage, wie die Stadt Nienburg in absehbarer Zeit vielleicht doch den Bau eines Hallenschwimmbades verwirklichen kann, hat seit zwei Jahren auch den Vorstand des 1. Nienburger Schwimmclubs beschäftigt. Nach elfmonatiger Planungsarbeit mit Architekt Spindler fand man jetzt eine Lösung, die sowohl in technischer wie auch in finanzieller Hinsicht außergewöhnlich ist und daher in den Gremien des Nienburger Stadtparlaments ernsthaft und eingehend geprüft werden sollte. Vor allem überrascht die laut Planungsentwurf veranschlagte Höhe der Baukosten: demnach sollen zur Finanzierung des Projektes nicht mehr als 700.000 DM erforderlich sein. In Anlehnung an den schon im April 1969 gefassten Ratsbeschluss, wonach das Nienburger Stadtbad - günstige Finanzierungsmöglichkeiten vorausgesetzt -gebaut werden soll, sieht der vom NSC-Vorstand mit Architekt Spindler ausgearbeitete Planungsentwurf eine 50 x 24 x 8 m große Traglufthalle vor, die später durch eine feste Halle ersetzt werden kann. Die Traglufthalle überdeckt ein sportgerechtes Schwimmbecken mit sechs Bahnen in der Abmessung 25 x 16 2/3m und ein großes Nichtschwimmerbecken von 8 x 16 2/3m. Damit wäre allein das Nichtschwimmerbecken so groß wie das Gesamtbecken des Liebenauer Hallenbades.

In Massivbauweise sollen den Badeeinrichtungen Umkleide-, Technik- und Hygieneräume mit einer Kapazität für 300 badende Besucher pro Stunde an-gegliedert werden. Neben den sogenannten Sammelumkleiden für Schulen und andere Gruppen hat man bei der Planung auch an zwei Umkleidemöglichkeiten für Behinderte sowie an zwei Familienumkleiden und zwölf Wechselzellen gedacht. Insgesamt würden den Badbesuchern 340 Garderobenschränke und 150 Kleiderhaken zur Verfügung stehen.

Den neuesten Erkenntnissen moderner Hallenbad-Bauten sollen auch die Filter-, Umwälz- und Behei-zungsanlagen entsprechen. Der NSC-Vorstand und mit ihm alle Mitglieder des Nienburger Schwimmclubs hoffen, dass Rat und Verwaltung der Stadt auf dieser kostensparenden Vorschlagsbasis einen geeigneten Weg - und vor allem eine günstige Möglichkeit der Finanzierung -finden werden, um ohne weiteren langen Zeitverlust den seit Jahren wegen Geld mangels immer wieder in ferne Zukunft hinausgeschobenen Hallenbadbau verwirklichen zu können.

Architekt Spindler leitet auch die Planung des vom Rat der Stadt Rehburg kürzlich beschlossenen Hallenbad-Baues. Diese Schwimmsportstätte in Massivbauweise wird fünf Wettkampfbahnen erhalten. Sie ist etwa zwei Meter kürzer und drei Meter schmaler als das für Nienburg geplante Traglufthallen-Projekt. Mit 1,3 Millionen DM ist der Kostenvoranschlag gleichfalls außerordentlich preisgünstig ausgefallen, obwohl der Rehburger Baugrund voraussichtlich mehr Schwierigkeiten bereiten wird als das in Nienburg neben dem Stadtbad vorgesehene Terrain.

Ende des "Harke"-Berichtes

Rat und Verwaltung der Stadt zeigten Bereitwilligkeit für den Bau eines Hallenbades, jedoch sah man keine Finanzierungsmöglichkeiten.

Endlich war es dann soweit. Über Nacht hatte der Landkreis Nienburg den Beschluss gefasst, auf dem Freibadgelände ein modernes Hallenbad zu errichten. Damit wurden der Stadt die finanziellen Sorgen abgenommen. 1976 konnte den Bürgern das Hallenbad zur Verfügung gestellt werden. Es war gleichzeitig ein Geschenk des Landkreises an die Stadt Nienburg.

Der Schwimmsport bekam einen neuen Aufschwung. Unermüdliche Trainingsarbeit durch Manfred Faltus brachte unerwartete Erfolge, denn endlich konnte man auch in den langen Wintermonaten trainieren.
 
Die sportliche Einweihung des Hallenbades fand im Jahre 1978 statt. Der Verein war Ausrichter des Endkampfes der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften Schwimmen 1978. Wfr Wuppertal, SSF Bonn, SV 05 Würzburg, SO Darmstadt, VfL Wolfsburg, 1. 50 Düsseldorf, 550 Nikar, HSC Heidelberg, Hansa Dortmund und FS Düsseldorf nahmen daran teil und erlebten, in der Stadt Nienburg ein großes schwimmsportliches Ereignis.
 
Durch die an die Stadt zu zahlende Hallenmiete für den Übungs- und Wettkampfbetrieb kamen neue Sorgen auf den Verein zu. Ca. 10.000,— DM jährlich mussten aufgebracht werden, die allein aus Mitgliederbeiträgen nicht gedeckt werden konnten. Durch eine sparsame Haushaltswirtschaft der langjährigen Kassenwartin Rita Kramer wurden alle finanziellen Hürden genommen.
 
Die 80`er Jahre

Über die Vereinsarbeit hinaus engagierte sich der Verein ab 1975 bei internationalen Jugendmaßnahmen des Schwimmverbandes Niedersachsen.

Bei den internationalen Begegnungen im Jahre 1975 nach Deauville, 1976 nach Angers, 1977 wieder nach Deauville, 1978 bis 1980 nach Nizza und 1981 nach Sagres/Portugal
stellte der Verein die verantwortlichen Betreuer. Von 1982 bis 1984 starteten in eigener Regie jeweils 40 Jugendliche wieder in das schön gelegene Sagres. 1985 fuhr man nach Griechenland, 1986 nach Arcia-Branca / Portugal und 1987 erstmalig in die Türkei. Organisiert wurden die Maßnahmen von dem unermüdlichen Vorstandsmitglied Elfi Faltus.
Der langjährige Vorsitzende Jürgen Kramer, der zwischenzeitlich als Schwimmwart im Schwimmverband Niedersachsen tätig wurde, stellte 1984 sein Amt zur Verfügung. An seine Stelle trat Sigrid Holm. Ihr war es zu verdanken, dass die schwindende Mitgliederzahl nicht nur aufgehalten, sondern auch wieder gesteigert werden konnte. Während dieser Jahre erlebte der deutsche Schwimmsport eine rückläufige Mitgliederbilanz.
Sigrid Holm konnte durch ihre Breitenarbeit die Kinder und Jugendlichen für das Schwimmen begeistern. Durch berufliche Veränderung ihres Ehemannes legte sie den Vorsitz im Jahre 1986 nieder.

Der bis in die 90`er amtierende Vorsitzende Ehler Meyer-Baudeck trat im Jahre 1986 die Nachfolge an. Unterstützt von seinen Vorstandskameraden setzte er sich unnachgiebig für den Bau des in diesem Jahre eingeweihten Vereinsheimes an der Meerbachmündung mit direktem Zugang zum Freibad ein. Mit einer hohen finanziellen Belastung, die aber in tatkräftiger Eigenleistung abgefangen werden konnte, verfügt der Verein nun neben dem neugestalteten Freibad endlich wieder über ein vernünftiges Zuhause für die große Schwimmerfamilie des 1. Nienburger Schwimmclubs.
 

Ziel des damaligen Vorstandes war es, junge Menschen für das Schwimmen im Bereich des Breiten-Freizeit- und Leistungssports zu begeistern. Dass die Verantwortlichen dies auch neben der guten Kameradschaft meisterten, hat der Verein seit der Gründung im Jahre 1912 immer bewiesen.
 

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